LUMILOUNGE - Von der Idee zur Innovation

Shownotes

Gast der Folge: Nina Marie Tasch, LUMITECH

Themen dieser Episode:

Wie Licht über klassische Beleuchtung hinaus neue technologische Anwendungen ermöglicht Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt – wie Innovation in der Praxis entsteht Das Potenzial von UV-C-LEDs und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten Femtech und neue technologische Lösungen für die Frauengesundheit Warum viele Bereiche der Frauengesundheit noch immer zu wenig erforscht sind Die Bedeutung von Diversität bei der Entwicklung neuer Technologien Frauen in Technik und Entwicklung – Chancen, Vorbilder und Perspektiven Warum die Zukunft in der Verbindung unterschiedlicher Technologien und Disziplinen liegt

Nina spricht außerdem darüber, wie aus technologischen Möglichkeiten konkrete Lösungen entstehen, warum gerade in der Frauengesundheit noch großes Innovationspotenzial besteht und welche Rolle unterschiedliche Perspektiven bei der Entwicklung neuer Produkte spielen.

Eine Folge für alle, die sich für Innovation, UV-C-LED-Technologie, Femtech, Frauengesundheit und die Zukunft interdisziplinärer Technologien interessieren.

LUMITECH Lighting Solution GmbH Technologiepark 10 8380 Jennersdorf www.lumitech.at

Transkript anzeigen

00:00:08: Lumilange – Licht neu gedacht.

00:00:12: Der Podcast der Lumidech

00:00:13: Group.

00:00:15: Herzlich willkommen zurück in der Lumilage, dem podcast der Lumedech Group.

00:00:20: Schön dass Sie wieder mit dabei sind!

00:00:22: Licht kann weit mehr als Räume zu beleuchten.

00:00:25: Es kann Prozesse unterstützen neue technologische Anwendungen ermöglichen und den ganz speziellen Bereichen sogar einen Beitrag zur Hygiene- und Gesundheit leisten.

00:00:35: Und genau darum geht es heute.

00:00:37: Wir sprechen über Forschung und Entwicklung, über UV-LED Technologie und Femtech.

00:00:42: Und darüber wie wir mehr junge Frauen und Mädchen für Technik und Naturwissenschaften begeistern können.

00:00:49: Mein Gast heute ist Nina Tasch.

00:00:51: Nina ist Projektmanagement Office Managerin im Lumilab dem Entwicklungsbereich von Lumitech und Geschäftsführerin von Hygienic Light.

00:01:00: Studiert hat sie technische Chemie.

00:01:03: Beste Voraussetzungen also für eine Folge, in der es durchaus ein bisschen technisch werden darf.

00:01:09: Nina!

00:01:09: Schön dass du heute bei uns in der Lumilage bist.

00:01:12: Herzlichen Dank für die Einladung.

00:01:14: ich freue mich sehr hier zu sein.

00:01:16: Nina wir starten wie immer ganz persönlich.

00:01:18: Wir beginnen so einen typischen Arbeitstag von dir.

00:01:21: Also da ich ja von Graz nach Jernersdorf bendel, stehe ich so circa um fünf Uhr dreißig auf und um sechs Uhr dreizig bin ich dann meistens schon im Auto.

00:01:29: Auf dem Weg nach Jenerstorf damit ich so zwischen sieben Dreißig und acht Uhr in der Firma bin.

00:01:35: Meistens dann zuerst checke ich die E-Mails und meine Kalender und folge ich dann stelle ich meine Tuturliste zusammen und schaue das sich natürlich an einem erfolgreichen Arbeitstag alle Häkchen auf meiner Tuturliste setzen kann!

00:01:49: Sehr gut Nina, du hast technische Chemie studiert.

00:01:53: War für dich schon früh klar dass dein beruflicher Weg einmal in eine technische bzw naturwissenschaftliche Richtung führen wird?

00:02:00: Nicht unbedingt.

00:02:02: Also ich hatte immer sehr viele Interessen, die waren auch sehr breit gefächert.

00:02:05: also dass sich mich schlussendlich dann für Chemie entschieden habe war wirklich kurz vom Studienbeginn.

00:02:11: zuvor war schon immer Naturwissenschaften etwas was mich sehr begeistert hat und mich ultimativ fasziniert hat.

00:02:18: aber das es dann wirklich direkt in Richtung Chemie geht war dann erst kurz davor klar.

00:02:22: Und was hat dich damals an der technischen Chemie so besonders faszineert?

00:02:26: Besonders fasziniert hat mich, dass man naturwissenschaftliches Wissen mit praktischen Anwendungen verbindet.

00:02:32: Ich fand es sehr spannend wie chemische Prozesse und Reaktionen funktionieren und wie sie dann folglich in der Industrie optimiert bzw eingesetzt werden.

00:02:42: Und gab es auf deinem bisherigen Weg einen Moment an dem du dir gedacht hast?

00:02:46: genau deshalb habe ich mich für Technik beziehungsweise Naturwissenschaft entschieden?

00:02:51: Tatsächlich kam der Moment relativ schnell und zwar während meiner Studienzeit, als ich das erste Mal im Labor gestanden habe.

00:02:58: Und wirklich direkt beobachten konnte wie es eine Kombination von verschiedensten Materialien dann ein fertiges Produkt entsteht!

00:03:05: Das war unglaublich faszinierend für mich.

00:03:08: Heute bist du Projektmanagement-Office Managerin im Lumilab – wie schon gesagt habe vielleicht holen wir unsere Zuhörerinnen und Zuhöhrer zuerst kurz ab?

00:03:16: Was ist das Lumilap eigentlich und woran arbeitet ihr

00:03:19: dort?!

00:03:20: Das Lumilab ist sozusagen unsere Forschung und Entwicklungsabteilungen.

00:03:25: Hier entstehen nicht nur Ideen, sondern hier werden sie auch umgesetzt.

00:03:29: Wir sind ein Team aus individuellen Charakteren und jeder hat unterschiedliche Kompetenzen Und ich bin der Meinung, dass ein Produkt nur dann entstehen kann wenn wir zusammenarbeiten und diese unterschiedlichsten Kompetenzen nutzen.

00:03:43: Das heißt Wir sind ein super großartiges Team das sich super untereinander versteht und auch ganz toll zusammenarbeitet.

00:03:52: Was bedeutet Innovation für dich persönlich?

00:03:55: Ist es die große neue Idee oder sind das oft viele kleine Entwicklungsschritte, die am Ende den Unterschied ausmachen.

00:04:01: Natürlich startet Innovation mit einer Idee aber eine Idee liefert noch lange kein fertiges Produkt.

00:04:06: Im Endeffekt sind das die vielen kleinen Entwicklungsschritte bzw.

00:04:10: auch die Optimierungsschritte, die eine Idee in etwas Greifbares ermöglichen.

00:04:15: Also bei Hygiene-Gleit hatten wir schon oft genau so eine Situation.

00:04:18: es gab großartige Ideen jedoch bedarf es enge Zusammenarbeit und wie vorhin schon erwähnt Kompetenzen von verschiedensten Personen bis man diese überhaupt umsetzen kann.

00:04:28: dann kann es auch des öfteren mal passieren dass man schon einen Prototypen in der Hand hält.

00:04:33: Okay, so wie wir uns das jetzt vorgestellt haben.

00:04:36: So funktioniert es nicht und dann geht man wieder vor einen Schritt zurück sozusagen.

00:04:40: Das heißt man forscht, man entwickelt, man geht wieder zurück bis man dann grundsätzlich irgendwann mal was Greifbares in der Hand hat.

00:04:49: Und ebenso spannend finde ich ist dieser ganze Prozess weil es kommen so viele neuen Ideen, so viel neue Perspektiven dazu und soviel verschiedenste Blickwinkel die mir vor eigentlich gar nichts auf dem Schirm hatte.

00:05:03: Ja, du hast es schon gesagt.

00:05:04: Wie würdest du sagen wird aus einer ersten Idee im Lumelab irgendwann dann eine Technologie oder Anwendung die tatsächlich am Markt eingesetzt werden kann?

00:05:14: Also wie bereits zuvor erwähnt ist wichtig dass ein Team aus verschiedensten Kompetenzen besteht.

00:05:20: Es ist wichtig das enge Zusammenarbeit passiert und dass man auch diese Stärken der jeweiligen Personen ausnutzt.

00:05:27: also Ich glaube, ohne ein funktionstüchtiges Team kommt es gar nicht zu.

00:05:30: einem kann gar kein gutes Produkt entstehen.

00:05:34: Und woran erkennt man in einer frühen Entwicklungsphase ob eine Idee wirklich Potenzial hat?

00:05:39: Ich denke, das hängt vom Bedarf ab.

00:05:41: Das sollte man sich schon vorher fragen – gibt es diese Technologie schon?

00:05:45: Wenn ja ist dieser Technologie ausgereiftet und funktioniert das super?

00:05:50: bzw.,

00:05:51: wenn es diesen Technologien noch gar nicht gibt, wer ist da die Zielgruppe?

00:05:55: Wer könnte interessiert daran sein?

00:05:57: Marktanalysen und Co-Zielgruppenanalysen sind oft das Entscheidende, dass man überhaupt eine Idee in ein Entwicklungsphase überführen kann.

00:06:06: Damit sind wir bei einer Technologie, die bei Lumidech immer stärker in den Fokus rückt.

00:06:10: UV-LEDs, also LEDs, die Ultraviolettes Licht emitieren.

00:06:15: Für alle, die damit bisher wenig Behörungen hatten – was ist UV-LD eigentlich?

00:06:19: Möglichst einfach erklärt!

00:06:21: Okay.

00:06:22: UV LED's sind sozusagen LEDs, hat ungefähr eine Wellenlänge von hundert bis vierhundert Nanometer und sie sind sehr energiereich.

00:06:33: Weshalb Sie auch die Eigenschaft haben, dass Sie Keime abtöten bzw das Wachstum heimen können?

00:06:40: Weshalb sich auch vielfältig eingesetzt werden?

00:06:44: Das ist ein nicht sichtbares Licht!

00:06:46: Und warum ist gerade jetzt soviel Bewegung in diesem speziellen Bereich?

00:06:51: Ich glaube, weil UVC-LEDs werden immer leistungsfähiger und jetzt kann gezielt Geräte damit ausgestattet werden.

00:06:59: Ich denke die Covid-Bandemie hat damals den Stein auch ziemlich ins Rollen gebracht da berührungslose Desinfektion immer spannender wurde Und da UVC speziell dieses sehr energiereiche Licht die Fähigkeit hat Viren und Bakterien zu inaktivieren Hat es somit eine desinfizierende Wirkung.

00:07:16: das eröffnet natürlich neue Möglichkeiten und öffnet neue Türen.

00:07:22: Man kann ganz neue Bereiche bewirtschaften.

00:07:25: Wo siehst du das größte Potenzial?

00:07:27: Welche Anwendungen könnten in den nächsten Jahren besonders spannend werden?

00:07:31: Also das Potenzial von UVC-Lets ist so breit gefächert, also man kann sehr viel Potential ausschöpfen.

00:07:38: Definitiv!

00:07:39: Von der Oberflächen des Infektions zur Wasserdesinfektion bis hin zu Landwirtschaften.

00:07:44: Ich glaube auch dass die Landwirtschaft ein ganz spannendes Thema werden kann damit man ein bisschen weg kommt vom Bestiziden nachdem diese Sowison mittlerweile sehr streng kontrolliert wird.

00:07:55: Kommen wir zu deinem zweiten großen Aufgabenbereich.

00:07:58: du bist Geschäftsführerin von Hygiene Gleit.

00:08:01: Was genau steckt hinter Hygiene-Gleit und wie ist die Idee dazu entstanden?

00:08:06: Also, Hygienikleid vereint sozusagen Lichttechnologie mit Medizintechnik.

00:08:12: Wie wir bereits wissen

00:08:14: bzw.,

00:08:14: wie wir bereits Ballumetecher forscht haben kann eines definierten Spektrums Viren beziehungsweise Bakterien abtöten.

00:08:25: Das haben wir besonders bei der Entwicklung von der Fresh Confidence gesehen wo wir genau definierten Spektrum an der Oberfläche von Früchten und Gemüsesorten, Bakterien beziehungsweise Viren abgetötet haben.

00:08:39: Und dann haben wir uns gedacht wie so man kann doch dieses Wissen nehmen und das auch auf den Menschen sozusagen übertragen.

00:08:45: Das heißt Hygiene Gleit ist sozusagen eine Symbiose zwischen Lichttechnologie und Medizintechnik.

00:08:51: Das heisst wir öffnen ganz neue Türen, öffnet aber auch ganz neue Spaten wo dieses Wissen einsetzen und es auf den menschlichen Körper übertragen.

00:09:02: Das heißt, wir entwickeln Produkte im Bereich der Frauengesundheit, der Thermatologie um wirklich gezielte unterversorgte Nischen zu bedienen.

00:09:15: Der Name verrät schon einiges.

00:09:16: Es geht um Licht und Hygiene.

00:09:18: Wie kann denn Licht überhaupt einen Beitrag zur Hygieneleisten?

00:09:21: Hierfür müssen wir einen kurzen Exkurs in die Mikrobiologie machen und zwar einige Mikroorganismen sind sehr lichtempfindlich.

00:09:28: Das heißt, sie absorbieren Licht einer bestimmten Wellenlänge und bilden daraufhin eine reaktive Sauerstoffspezies aus.

00:09:35: Diese Sauerstoffspezies greifen darauf hin die eigenen Zellbestandteile an sowie Zelmenbranen bzw.

00:09:41: Proteine und inaktiviert sozusagen das Wachstum der Zelle.

00:09:47: Das klingt schon faszinierend, aber was fasziniert dich persönlich an diesem Themenfeld besonders?

00:09:53: Also ich finde es sehr spannend weil es bisher ein eher unerforschtes und fremdes Gebiet ist.

00:09:58: Dass so viel Potenzial bietet eigentlich die Wirkung von UVC das ist ja bereits bekannt und etabliert.

00:10:05: Aber das Potenziale von sichtbaren Licht wurde bis her kaum ausgeschöpft.

00:10:10: also Es gibt schon teilweise Publikationen aber bisher kaum redenswerte Produkte.

00:10:18: Und es ist ja wirklich total spannend, dass man das eigentlich diesen Effekt auch mit sichtbarem Licht erzielen kann.

00:10:25: Das heißt, man hat dann auch eine neben wirkungsarme Lösung sozusagen.

00:10:31: Grundsätzlich bei neuen Technologien ist der Schritt vom Labor in die Praxis oft entscheidend.

00:10:36: Was sind dabei die größten Herausforderungen?

00:10:38: Die Technologie selbst?

00:10:40: Normen und Zulassungen?

00:10:43: oder auch das Vertrauen der Anwenderinnen bzw.

00:10:46: Anwänder?

00:10:47: Das öffnen neue Türen pickt natürlich neue Herausforderungen.

00:10:51: Alle Produkte und der Heitschiene Gleit werden als Medizinprodukte unter Einhaltung der EU-Medizinprodukteverordnung auf den Markt gebracht, also wir betreten hier somit komplettes Neuland.

00:11:02: dass allein schon bei Produktentwicklungsprozess startet die Anforderungen beziehungsweise die verschiedensten Prozesse in unser Unternehmen zu implementieren ist bzw.

00:11:14: war eine sehr große Herausforderung, aber wir haben uns echt ein super Collegium aus externen Beratern aufgebaut die wirklich viel Expertise auf diesem Gebiet mitbringen und das vereinfacht uns das gesamte enorm.

00:11:28: also die Einhaltung der Verordnung und natürlich in weiterer Folge des Erhalten der Zertifizierung ist definitiv eines der größten unter meisten präsenten Hürden bei der Umsetzung unserer Vorhabens.

00:11:41: Des Weiteren ist es natürlich, das Vertrauen beziehungsweise die Akzeptanz der Anwenderinnen weshalb es von unserer Seite aus wichtig ist aufklären des Material zur Verfügung zu stellen und Verständnis zu vermitteln.

00:11:55: Vorweg kann ich schon mal sagen dass wir auch natürlich das Sicherheitsaspekt bei jeder Anwendung die mit den Menschen zu tun hat steht an erster Stelle diesbezüglich durchgeführt und wie wir schon vermutet haben, entstehen keine Schaden.

00:12:13: Also wir haben auch keine Nebenwirkungen bei allen unserer Vorhaben was natürlich auch wieder ein ganz neues ganz neue Optionen ermöglicht.

00:12:24: also das ist wirklich... Wir hoffen wirklich sehr dass wir mit unserem vorhaben wertvolle Beiträge für die Gesundheit zu Gesundheit leisten können.

00:12:37: Wenn Technologie speziell für die Gesundheit und für Bedürfnisse von Frauen entwickelt wird, wo ist da aktuell besonders großen Innovationsbedarf?

00:12:47: Also der größte Innovations-Bedarf in der Frauengesundheit liegt definitiv dort, wo frauenspezifische Beschwerden noch immer zu spät bzw.

00:12:57: nicht gezielt genug behandelt werden.

00:13:00: Gerade bei wiederkehrenden Infektionen und intimen Gesundheitsdämen braucht es Lösungen, die effektiv einfach und natürlich möglichst nebenwirkungsarm sind.

00:13:12: Es ist frustrierend, wenn man jetzt nämlich zum Beispiel HPV als Beispiel... Wenn man sich mit HPV infiziert und man wird dann sozusagen von der Ärztin bzw vom Arzt nach Hause geschickt um es auszusitzen und zwar nicht weil die Ärzte nicht behandeln wollen sondern weil es einfach keine Therapieoptionen gibt.

00:13:32: Und genau hier sehe ich großen Bedarf.

00:13:35: Speziell auf der Seite der Patientinnen, wir wünschen uns alle wirksame Therapieoptionen und genau hier muss Innovation ansetzen.

00:13:46: Sehr spannend!

00:13:46: Ist Femtech aus deiner Sicht mittlerweile tatsächlich in Forschung und Wirtschaft angekommen oder gibt es noch Bereiche die technologisch deutlich zu wenig Aufmerksamkeit bekommen?

00:13:56: Ich denke, FemTech kommt immer wer in Forschung und Wirtschaft an.

00:14:01: Aber wir sind definitiv noch lange nicht dort wo wir sein sollten.

00:14:05: Und zwar viele Bereiche der Frauengesundheit sind allgemein historisch unerforscht und dieser Lücke lässt sich nicht von heute auf morgen schließen.

00:14:14: Besonders viel Potenzial gibt es im Bereich der intimen Gesundheit Infektionen verschiedensten Therapie ansetzen.

00:14:23: Es gibt meiner Meinung nach zu wenig echte Behandlungsmethoden, weil Femtech wird oft damit assoziiert mit Menstruation und Zyklus Tracking.

00:14:32: aber der weibliche Körper ist ja viel komplexer und deshalb benötigen wir mehr Technologien die wirklich therapeutisch eingreifen wissenschaftlich von dir sind und auch einen klinischen Nutzen mit sich bringen.

00:14:44: Und glaubst du, dass mehr Frauen in technischen Entwicklungsberufen automatisch auch dazu führen würden?

00:14:50: Dass andere Fragestellungen und neue Produkte stärker in den Fokus rücken.

00:14:55: Also natürlich!

00:14:56: Denn Innovation steht ja daraus welche Probleme wir überhaupt wahrnehmen und welche Erfahrungen wir selbst mitbringen.

00:15:03: Wenn mehr Frauen im Technischen Entwickungsberuf arbeiten kommt dadurch andere Perspektiven und andere Fratestellungen zum Vorschein.

00:15:12: Speziell in der Frauengesundheit ist das enorm wichtig, weil viele Themen über Jahrzehnte schlichtzu wenig Aufmerksamkeit bekommen haben.

00:15:20: Dabei geht es für mich jetzt nicht darum, dass nur Frauen Produkte für Frauen entwickeln können – es geht darum verschiedenste Perspektiven am Tisch zu haben.

00:15:28: Je diverser die Menschen sind, die Technologien entwickeln, desto größer ist auch die Chance, dass wir Lösungen für Probleme schaffen, die bisher übersehen wurden.

00:15:37: Damit kommen wir zu einem sehr persönlichen Thema.

00:15:40: Du hast selbst wie schon gesagt technische Chemie studiert und arbeitest heute in Forschung, Entwicklung & Management.

00:15:46: Wie hast du die Rolle von Frauen im technischen Bereich während deiner Ausbildung und einer bisherigen Karriere erlebt?

00:15:53: Also Frauen haben ja über Jahrzehnte dafür gekämpft dass sie dieselbe Anerkennung ihrer Leistungen bekommen wie zum Beispiel Männer tun.

00:16:03: Deshalb stehen wir ja jetzt auch an dem Punkt, wo wir heute stehen können.

00:16:07: Also in meiner Generation habe ich es erlebt bei meinem Studiumbeginn.

00:16:11: Wir waren prothentuell gesehen mehr Studentinnen als Studenten.

00:16:15: also für mich war das selbstverständlich dass wir Frauen forschen, wir gründen, wir führen Unternehmen.

00:16:21: Das ist für mich außer Frage aber dennoch ist es oft so, dass man halt als Frau teilweise schon blöde Kommentare bekommt oder irgend einen Gegengewinn hat und deshalb finde ich es wichtig, dass man die Rahmenbedingungen für Frauen auch so setzt.

00:16:40: Das heißt, die Ideen gehören gefördert genauso finanziert und damit man sie auch folgend umsetzen kann.

00:16:46: Du hast jetzt schon einige Punkte angerissen.

00:16:49: was braucht es denn deiner Meinung nach konkret?

00:16:51: Mehr weibliche Vorbilder einen anderen Zugang bereits in der Schule mehr praktische Erfahrungen oder schlicht mehr Mut Dinge auszuprobieren?

00:17:01: Ich glaube, es braucht von allem etwas.

00:17:04: Aber ich glaube wir müssen auch weg von der Vorstellung dass Frauen erst mehr Mut entwickeln müssen.

00:17:08: also uns fehlt das definitiv nicht am Mut oder technischen Verständnis.

00:17:12: viel entscheidender ist welche Möglichkeiten ausgegeben werden und welche Bilder uns schon als junge Mädchen vermittelt werden.

00:17:19: Also wenn Mädchen schon früh sehen dass Frauen selbstverständlicherweise Forscherinnen Technikerinnen Gründerinnen sie all sind dann verändert das auch die Vorstellung davon, was man selbst sein kann.

00:17:31: Dazu gehören weibliche Vorbilder aber genauso praktische Erfahrungen und im Bildungssystem sollte man allgemein weg davon, dass unbewusst die Technik als Männerthema vermittelt wird.

00:17:45: Und natürlich am Ende braucht es auch den Raum Dinge auszuprobieren Fehler zu machen und trotzdem weiterzugehen.

00:17:54: Wenn du auf die nächsten Jahre blickst, welche technologischen Entwicklungen beobachtest du derzeit besonders aufmerksam?

00:18:02: Also alles rund um UVC-Technologie aber auch selbstverständlich neue Entwicklungen im Bereich der Phototherapie.

00:18:09: Ich denke hier sitzen wir in einem sehr großen Hebel und das kann noch sehr spannend werden.

00:18:16: Und was glaubst du, werden die Grenzen zwischen Lichttechnik Medizintechnik Hygiene und anderen technologisch Disziplinen künftig noch stärker verschwimmen?

00:18:25: Absolut!

00:18:26: Ich denke, dass genau an diesen Schnittstellen besonders spannende Innovationen entstehen können.

00:18:30: Lichttechnik, Medizintechnik, Hygiene aber auch Biochemie, Materialwissenschaften werden immer stärker zusammenspielen.

00:18:39: Für uns ist Licht zum Beispiel nicht einfach nur Licht sondern ein technologisches Werkzeug mit dem wir ganz gezielt biologische Prozesse beeinflussen können.

00:18:48: Aber dafür braucht es ganz viel Wissen aus vielen unterschiedlichen Disziplinen.

00:18:53: Ich glaube nämlich die Zukunft liegt genau darin, weniger in einzelne technologischen Schubladen zu denken stattdessen verschiedenste Disziplinen miteinander zu verknüpfen.

00:19:03: Was wäre für dich ein Projekt bei dem du sofort sagen würdest?

00:19:06: Wenn wir das schaffen haben wir wirklich etwas verändert!

00:19:10: Wenn wir Technologien entwickeln können, die langfristig eine Mehrwert für Kundinnen und Kunden ermöglichen.

00:19:16: Beispielsweise dadurch dass wir mit unseren Produkten selbstbestimmte Heimtherabien ermögliche.

00:19:23: Gerade beim Thema Frauengesundheit wäre das wirklich ein enormer Meilenstein wenn wir es schaffen mit unserer Technologie sichere und effektive Behandlungsmethoden zu entwickeln und damit Frauen nicht nur Hoffnung sondern wirklich konkrete Handlungsoptionen zu geben.

00:19:40: Dann würde ich wirklich sagen, ja wir haben wirklich was verändert und wenn daraus eine langfristige Generation neuer Produkte neu erlichtbasierter Therapien entsteht das wäre natürlich dann die Vision dahinter.

00:19:55: Und zum Abschluss noch ganz persönlich – Was begeistert dich heute noch genauso an Technik und Forschung wie zu Beginn deines Studiums?

00:20:02: Der gesamte Prozess, wirklich von der IT bis hin zum finalen Produkt.

00:20:07: zu Beginn startet es oft mit einer simplen Frage.

00:20:10: könnte das überhaupt funktionieren?

00:20:12: und diese Frage bringt dann sozusagen einen ganzen Stein ins Rollen.

00:20:16: Man recherchiert, man forscht, man testet, man verwirft, man denkt neu und entwickelt immer weiter und irgendwann hält man dann hoffentlich ein Produkt in der Hand, dass vorher ursprünglich als Idee gestartet hat und dieses Gefühl macht natürlich unglaublich stolz.

00:20:33: also genau diese Verbindung aus Forschung Technik.

00:20:43: dann kommen wir wie immer zu unserer schnellen Entscheidungsrunde, gerne ganz spontan.

00:20:48: Labr oder Meetingraum?

00:20:50: Meetingraum

00:20:51: Forschung oder Unternehmertum.

00:20:53: Forschung

00:20:55: UV- oder sichtbares

00:20:57: Licht

00:20:58: Bewertetechnologie oder Experiment?

00:21:01: Experiment Vision oder Umsetzung?

00:21:04: Umsetzung.

00:21:05: Nina, vielen Dank für die spannenden Einblicke in deine persönliche Reise, in die Arbeit im Lumilab und bei Hygiene-Gleit.

00:21:13: Herzlichen Dank für ihre Einladung Peter!

00:21:15: Heute haben wir gehört dass Licht weit über klassische Beleuchtungen hinausgeht.

00:21:20: Forschung und neue Technologien eröffnen Anwendungen, die wir vor einigen Jahren vielleicht noch gar nicht mit Licht verbunden hätten.

00:21:28: Und wir haben auch darüber gesprochen das technologische Zukunft Nicht nur davon abhängt, was wir entwickeln sondern auch davon wer diese Zukunft mitentwickelt.

00:21:38: Umso wichtiger ist es junge Menschen und ganz besonders auch Mädchen und junge Frauen für Technik, Naturwissenschaften und Forschung zu begeistern.

00:21:47: Damit sind wir am Ende dieser Folge der Lumelage angekommen!

00:21:51: In den nächsten Episoden erwarten Sie wieder spannende Gäste neue Perspektiven und interessante Gespräche rund um Licht, Technologie, Forschung und Innovation.

00:22:02: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:22:04: Bleiben Sie uns gewogen und bis zum nächsten

00:22:23: Mal!

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